SHAMAN - Sustaining Heritage Access through Multivalent Archiving
Ziel
SHAMAN ist ein EU-gefördertes Forschungsprojekt mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gedächtnisorganisationen und hat die Entwicklung konzeptioneller wie technischer Grundlagen für die neue Generation vernetzter Langzeitarchivierungssysteme zum Ziel.
Grundvoraussetzung für die Entwicklung einer international
vernetzten Archivierungsinfrastruktur ist die Analyse
bestehender Systeme und institutioneller Ansätze, Technologien
und Archivierungsprozesse. Auf Grundlage des Referenzmodells
Open Archival Information System (OAIS) soll ein offenes und
erweiterbares Rahmenkonzept entstehen, das alle Komponenten,
Dienste, Schnittstellen und Spezifikationen im Rahmen
einheitlicher und umfassender Standards der
Langzeitarchivierung nachnutzbar definiert. Unter Verwendung
von GRID-Technologien wird eine verteilte
Archivierungsinfrastruktur errichtet, die die Bewältigung
ressourcenintensiver und komplexer Aufgaben der
Langzeitarchivierung ermöglicht. SHAMAN entwickelt Konzepte,
Technologien und Dienste, die prototypisch in Testumgebungen
und Praxisszenarien evaluiert werden.
Die Deutsche Nationalbibliothek bringt Erfahrungen aus dem Langzeitarchivierungsprojekt "kopal" und dem Kompetenznetzwerk "nestor" mit ein und übernimmt innerhalb des Konsortiums die Verantwortung für die Leitung und Durchführung des Arbeitspaketes "Dokumenterzeugung, Archivierung, Zugriff und Nachnutzung im Kontext von Gedächtnisorganisationen für wissenschaftliche und behördliche Sammlungen". In diesem Zusammenhang begleitet sie die Entwicklungsarbeiten des Archiv- und Bestandserhaltungsprototyps mit.
SHAMAN wird ein Langzeitarchivierungsrahmenkonzept der nächsten Generation mit drei prototypischen Applikationen erstellen. Anhand von Fallbeispielen werden die Vorteile und potentiellen Auswirkungen von aufkommenden neuen Technologien abgeleitet. Die Validation des SHAMAN-Rahmenkonzepts konzentriert sich auf wissenschaftliche Publikationen in Bibliotheken und Dokumente in behördlichen Sammlungen, digitale Objekte aus industriellem Design und Produktionstechnik, sowie Datenquellen aus e-Science Anwendungen.
Projektträger
Europäische Kommission im Rahmen des 7. Rahmenprogramms
Projektdauer
2008 - 2011