Koordinierungsstelle DissOnline
Seit Juli 1998 sammelt die Deutsche Nationalbibliothek Online-Dissertationen und -Habilitationen, betreut das Metadatenformat und die Ablieferungsverfahren für Online-Hochschulschriften. In diesem Zusammenhang beteiligte sie sich am Projekt "Dissertation Online". Um die Ergebnisse des Projektes DissOnline auf dem neuesten Stand der Technik zu halten, nötige Weiterentwicklungen anzuregen und ein Kompetenznetzwerk aufzubauen, wurde an der Deutschen Nationalbibliothek die Koordinierungsstelle DissOnline eingerichtet.
Von November 2005 bis Januar 2008 fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den Aufbau eines "Portals für Online-Hochschulschriften". Ziel des Projektes ist die Vernetzung der elektronischen Dissertationen und Habilitationen, unter Berücksichtigung der von kommerziellen Anbietern angebotenen Dokumente mit entsprechender Zugriffskonzeption. Das Portal wird spezifische Sucheinstiege sowie die Möglichkeit der Einbringung als Webservice in (auch internationale) Fachportale sowie in vascoda bieten.
In Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen und der Humboldt Universität Berlin ist die Koordinierungsstelle DissOnline am Projekt "DissOnline-Tutor" beteiligt. Ziel ist es, für die Autoren von Dissertationen und Habilitationsschriften Werkzeuge für die Textverarbeitungssysteme Microsoft Word, Open- und StarOffice und für das Textsatzsystem LaTex zu entwickeln sowie Handreichungen und Schulungsmaterialien bereitzustellen. Das Projekt wird von Oktober 2005 bis Juli 2007 von der DFG gefördert.
Die Koordinierungsstelle DissOnline sieht ihren besonderen Aufgabenschwerpunkt in der Koordinierung und Beratung der an DissOnline beteiligten Institutionen. Die Koordinierungsstelle
- ist Ansprechpartner und Kontaktstelle für wissenschaftliche Institutionen, Bibliotheken, Verlage und Autoren und moderiert die Mailing-Liste "Dissertationen Online"
- stellt über die Informationsbörse www.dissonline.de Hinweise zur Veröffentlichung und Recherche, zu Formaten, Tools und Rechtsfragen aus dem Bereich Online-Hochschulschriften für Bibliotheken, Doktoranden, Fachbereiche und Rechenzentren zur Verfügung
- empfiehlt technische Neu- oder Weiterentwicklungen und orientiert sich dabei am neuesten Stand der Technik und nationalen sowie internationalen Standardisierungsbestrebungen. Sie bietet Hochschulbibliotheken Hilfestellung bei der Einführung oder Änderung der Verfahren zur Übermittlung von Online-Hochschulschriften und deren Metadaten
- betreibt Öffentlichkeitsarbeit und fördert das Publizieren von Dissertationen in elektronischer Form
- arbeitet mit nationalen und internationalen Organisationen zusammen, um ihre Zielsetzungen zu verwirklichen
Die Deutsche Nationalbibliothek setzt sich für Metadatenentwicklung und -normierung in der Arbeitsstelle für Standardisierung ein und gewährleistet die Langzeitarchivierung elektronischer Publikationen. Um einen dauerhaften Zugriff auf elektronische Ressourcen zu ermöglichen, hat die Deutsche Nationalbibliothek einen Dienst zur Vergabe und Verwaltung von Persistent Identifiers aufgebaut. Dieser Dienst wurde im Rahmen des Projektes EPICUR in eine produktive Systemumgebung überführt.