Technische Grundlagen

1. DATEIFORMATE UND TRANSFER

Für die Ablieferung sollte beachtet werden, dass die Deutsche Nationalbibliothek nur eine von ggf. mehreren vorliegenden inhaltsgleichen elektronischen Dokumentversionen archiviert. Bei der Auswahl zwischen mehreren Versionen desselben Dokuments in unterschiedlichen Dateiformaten steht die Langzeitverfügbarkeit im Vordergrund. Bevorzugt werden deshalb zurzeit PDF/A und andere PDF-Versionen. Sichergestellt werden soll neben der Langzeitverfügbarkeit auch die Bereitstellung abweichender Formate. Liegt das Dokument nur in anderen Dateiformaten vor, dann sollte vor der Ablieferung Kontakt mit Service Netzpublikationen aufgenommen werden.

Über die Webformulare und die automatisierten Ablieferungsverfahren lassen sich PDF-Dokumente, E-Books im EPUB-Format und Container- bzw. Archivdateien übertragen.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Transferfähigkeit. Eine transferfähige Netzpublikation darf nicht mit den spezifischen Hard- und Softwarebedingungen ihrer Ursprungsumgebung so verwoben sein, dass sie an anderen Orten nicht benutzbar ist. Archivsysteme können es sich nicht leisten, proprietäre Systemumgebungen publikationsspezifisch nachzubilden, sondern müssen sich auf das Spektrum der zur jeweiligen Zeit marktüblichen Voraussetzungen beschränken (z. B. einen PDF-Viewer). Eine transferfähige Netzpublikation muss eine selbstständige logische Einheit bilden, die aus ihrer Umgebung herausgelöst werden kann, und darf nicht auf eine Serveranbindung angewiesen sein, mit der z. B. wesentliche Inhaltsbestandteile dynamisch und ad hoc zum Zeitpunkt der Interaktion mit dem Nutzer aus einem im Hintergrund stehenden Datenhaltungssystem abgerufen werden.
In einem Container sollte auch keine komplette Website abgeliefert werden, da hier ein anderes Abholverfahren geplant ist.

Alle Dateiformate müssen ungeschützt übermittelt werden. Die Sicherstellung einer dauerhaften Benutzbarkeit der Dokumente ist so mit weniger Aufwand zu gewährleisten.


2. DATEIBETRACHTER FÜR NETZPUBLIKATIONEN

Für die Betrachtung der Netzpublikationen wird eine Reihe von Anwendungen (Viewern) für Dateiformate benötigt, die einer gängigen Standardinstallation entsprechen. Dazu gehören PDF (z. B. Adobe Reader), HTML (z. B. Firefox), Bildformate wie JPEG oder TIFF (z. B. IrfanView) und ZIP (z. B. WinZip).

Sofern eine mehrteilige Netzpublikation in einer Archivdatei zusammengefasst vorliegt (z. B. eine Online-Dissertation, die aus mehreren einzelnen Dateien besteht, als ZIP-Archivdatei), sollten erst alle Teildateien auf dem lokalen Endgerät entpackt werden, bevor eine Teildatei geöffnet wird. Nur dann ist sichergestellt, dass Dateiverknüpfungen zwischen den einzelnen Teildateien funktionieren.

Netzpublikationen werden gelegentlich nicht mit jeder Version eines an sich geeigneten Dateibetrachters fehlerfrei angezeigt. Es sollte sichergestellt werden, dass die aktuelle Version des Dateibetrachters verwendet wird. Treten schwerwiegende Fehler beim Zugriff auf archivierte Netzpublikationen auf, melden Sie dies bitte an den Service Netzpublikationen.


3. TECHNISCHE HINWEISE ZU DATENSTRUKTUR UND -SYNTAX FÜR NETZPUBLIKATIONEN

Die über die Schnittstelle empfangenen Daten werden in der Deutschen Nationalbibliothek ausschließlich maschinell weiterverarbeitet. Die Webformulare zur Ablieferung sind unabhängig von einem  Metadatenformat.

Die Beschreibung der von der Deutschen Nationalbibliothek verarbeitbaren Metadatenstruktur findet sich unter Metadaten-Kernset und gilt für die automatisierten Ablieferungsverfahren. Sie liegt für die folgenden Formate vor: ONIX for Books und XMetaDissPlus.

Metadaten-Kernset und Referenzbeschreibung enthalten Angaben über zulässige Elemente und Syntax. Die Menge der zulässigen und obligatorischen Element- und Subelementbezeichnungen und der möglichen Kombination der Qualifier (LANG, SCHEME), Elementattribute und Codes (z. B. für ONIX for Books) ist entsprechend festgelegt. Sollen darüber hinaus Metadatenelemente geliefert werden, z. B. im Format ONIX, dann nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Service Netzpublikationen auf.

 
E-Mail-IconMaren Brodersen