Deutsches Exilarchiv 1933 - 1945 der Deutschen Nationalbibliothek

Geschichte

2010

Ausstellung "Rudolf Olden. Journalist gegen Hitler - Anwalt der Republik";
Erwerbung des Teilnachlasses David Luschnat

2009
Erwerbung des Nachlasses Hans Weil;
Erwerbung des Nachlasses von Anja Lundholm

2008
Erwerbung des Nachlasses Hans G. Güterbock und des Vorlasses John G. Stoessinger

2007

Erwerbung des Nachlasses Sigmund Neumann;

Ausstellung "Kurt Wolff - ein Literat und Gentleman"
Kooperationsprojekt des August Macke Hauses, Bonn, des Literaturhauses in Wien und der Deutschen Nationalbibliothek

2006

Ausstellung "Die Kinder der Manns - Ansichten einer Familie"
Gemeinschaftsprojekt der Monacensia München, des Buddenbrockhauses Lübeck und des Literaturhauses München;
Archivalienkatalog des Deutschen Exilarchivs 1933 - 1945 wird freigeschaltet

2005

"Biografien und Autobiografien von Exilanten und Emigranten". Jahrestagung der Gesellschaft für Exilforschung e. V.;
Ausstellung "Meinem besten Porträtisten - Porträtfotografien und -zeichnungen aus den Beständen des Deutschen Exilarchivs 1933 -1945"

2004

Beginn des Digitalisierungsprojekts "Jüdische Periodika in NS-Deutschland" (mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, DFG) 

2003

Bestandskatalog "Deutsches Exilarchiv 1933 - 1945 und Sammlung Exil-Literatur 1933 - 1945: Katalog der Bücher und Broschüren. Zugleich Bd. 2 von Deutsches Exilarchiv 1933 - 1945: Katalog der Bücher und Broschüren (1989)" (Erwerbungsjahre 1986 - 1995);
Ausstellung "Buchgestaltung im Exil 1933 - 1950"; Erwerbung des Nachlasses Eric Schaal (mit Unterstützung der DFG und der Thyssen-Stiftung)

2002

Ausstellung "Deutschsprachige Schriftsteller im Schweizer Exil 1933 - 1950"

2001

Erwerbung des Archivs Alfredo Cahn (z. T. als Dauerleihgabe der Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung für Kunst und Kulturpflege, Frankfurt am Main)

1999

Ausstellung "... er teilte mit uns allen das Exil. Goethebilder der deutschsprachigen Emigration 1933 - 1945"

1998

Beginn des Digitalisierungsprojekts "Exilpresse digital" (bis 2003 mit Unterstützung der DFG); Erwerbung des Nachlasses Ossip K. Flechtheim

1996

Beginn der Zusammenarbeit mit John M. Spalek, Albany, zur Erwerbung von Nachlässen deutschsprachiger Emigranten in den USA (mit Unterstützung der DFG u. a., bisher rund 50 Nachlässe und Teilnachlässe, darunter die Nachlässe Hermann Borchardt, Iwan Heilbut, Ernst Moritz Manasse, Joseph Maier, Soma Morgenstern und das Archiv des "Aufbau")

1995

Ausstellung "Richard A. Bermann alias Arnold Höllriegel. Österreicher - Demokrat - Weltbürger"

1993

Ausstellung "Deutsche Intellektuelle im Exil. Ihre Akademie und die 'American Guild for German Cultural Freedom'"; sie wird anschließend an zahlreichen weiteren Orten gezeigt, u. a. im Thüringischen Landtag, Erfurt, und im Hessischen Landtag, Wiesbaden

1992

Erwerbung des Nachlasses Hermann M. Görgen

1991

Erwerbung der Nachlässe Fritz Neumark und Paul Leser

1990

Seit Zusammenführung der Deutschen Bücherei Leipzig und der Deutschen Bibliothek Frankfurt am Main zu der Bundesanstalt Die Deutsche Bibliothek durch den Einigungsvertrag enge Zusammenarbeit der beiden Exilsammlungen.


1989

Bestandskatalog "Deutsches Exilarchiv 1933 - 1945: Katalog der Bücher und Broschüren" (für die Erwerbungen bis einschließlich 1985); Ausstellung "Leo Perutz 1882 - 1957"; Erwerbung des Nachlasses Margarete Buber-Neumann

1988

Beginn des DFG-Projekts "Inventar zu den Nachlässen emigrierter deutschsprachiger Wissenschaftler in Archiven und Bibliotheken der Bundesrepublik Deutschland"

1987

Erwerbung des Nachlasses Walter Fabian

1986

Erwerbung des Nachlasses Leo Perutz

1985

Ausstellung "Die jüdische Emigration aus Deutschland 1933 - 1941. Die Geschichte einer Austreibung"; sie wird anschließend an mehr als 20 weiteren Orten gezeigt, u. a. im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn und als Tafelausstellung auch in Jerusalem und Tel Aviv

1984

Ausstellung "35 Jahre Exilliteratur 1933 - 1945 in der Deutschen Bibliothek Frankfurt am Main" zum Abschied von Werner Berthold

1980

Ausstellung "Der deutsche PEN-Club im Exil 1933 - 1948", zunächst auf dem PEN-Kongress in Bremen, später in Bonn, Frankfurt a. M. und zahlreichen anderen Orten, auch als Tafelausstellung; Erwerbung des Nachlasses Karl Retzlaw

1979

Ausstellung "Joseph Roth 1894 - 1939"

1975

Erwerbung des Archivs des Deutschen PEN-Clubs im Exil (1933 - 1940) und des Nachlasses Wilhelm Sternfeld

1973

Erwerbung des Archivs des Emergency Rescue Committee, New York

1970

Erwerbung des Archivs der Deutschen Akademie im Exil / American Guild for German Cultural Freedom von Hubertus Prinz zu Löwenstein als Grundstock der Archivalien-Sammlung

1969

Das Bundesgesetz über die Deutsche Bibliothek, das auch die Sammlung und bibliografische Verzeichnung der Exilliteratur 1933 - 1945 festschreibt, ermöglicht den personellen und inhaltlichen Ausbau der Sammlung; die Deutsche Forschungsgemeinschaft beginnt mit der Förderung der Exilforschung; an allen Projekten zur Sicherstellung und Dokumentation der Quellen ist die Deutsche Bibliothek beteiligt.

1965

Am 28. Mai eröffnet der hessische Kultusminister Ernst Schütte die Ausstellung "Exil-Literatur 1933 - 1945"; sie wird 1966 - 1970 an mehr als 20 Orten des In- und Auslands gezeigt. Ausstellung und Katalog tragen in der Bundesrepublik wesentlich dazu bei, die Erforschung des deutschsprachigen Exils 1933 - 1945 anzuregen.

1958

Werner Berthold übernimmt die Leitung der Exilsammlung und baut sie aus.

1953

Erwerbung der "Sammlung Walter A. Berendsohn" (mit dem ersten Archivalien-Bestand, der etwa 2.000 Briefe umfassenden Korrespondenz Berendsohns zur Erarbeitung der ersten Literaturgeschichte des Exils)

1950

Die ersten Bücher der "Emigrantenbibliothek" treffen als Geschenke der Emigranten ein.

1948

Der Plan zur Gründung einer "Bibliothek der Emigrationsliteratur" entsteht im Sommer in Zürich bei einem Treffen von Hanns Wilhelm Eppelsheimer mit Vorstandsmitgliedern des Schutzverbands Deutscher Schriftsteller in der Schweiz (Walter Fabian, Jo Mihaly, Kurt Hirschfeld u. a.); daraufhin fordert der Schutzverband 1949 seine Mitglieder und Freunde dazu auf, ihre im Exil veröffentlichten Werke für die geplante Sammlung zur Verfügung zu stellen.

 
E-Mail-IconDr. Sylvia Asmus