Nachrichten aus den Exilsammlungen

Margarete Buber-Neumann Vollansicht

"Als Gefangene bei Stalin und Hitler" - Margarete Buber-Neumann zum 20. Todestag

Margarete Buber-Neumann wurde am 21. Oktober 1901 als Margarete Thüring in Potsdam geboren. Sie stammte aus einem bürgerlich-protestantischen Elternhaus. Nach Abschluss des Lyzeums begann sie 1919 eine Ausbildung zur Hortnerin am "Pestalozzi-Fröbel-Haus" in Berlin, während der sie auch ein Praktikum auf dem von Karl Wilker geleiteten "Lindenhof" absolvierte. Nach eigenen Aussagen war es neben anderen Erfahrungen auch diese Tätigkeit, die Margarete Buber-Neumanns Hinwendung zum Sozialismus und später zum Kommunismus vorbereitete.

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Ossip K. Flechtheim

Begründer der Futurologie - Ossip K. Flechtheim zum 100. Geburtstag

Zu den bedeutendsten persönlichen Nachlässen, die das Deutsche Exilarchiv 1933 - 1945 der Deutschen Nationalbibliothek im letzten Jahrzehnt erwerben konnte, zählt der Nachlass des Politologen Ossip K. Flechtheim. Flechtheim, der den Begriff der "Futurologie" geprägt hat, gilt als Begründer einer humanistisch-demokratischen Zukunftsforschung, die er als Gegengewicht zu einer technokratischen Entwicklung begriff.

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Emma Kann

Zum Tod der Lyrikerin Emma Kann

Erinnerungssturm
Sonett

Aus meinem Vorrat der Erinnerungen
Hob sich ein Wirbelsturm der schönen Stunden.
Am Rand des Schlafs hab ich mich ganz erfüllt
Von diesem Reichtum meiner Zeit empfunden.


Die bösen Tage haben andre Gaben
Der Wiederkehr. Heute ließ mein Hirn dem Glück
Die Wege offen. Ein geliebtes Wesen,
Ein schöner Anblick kam zu mir zurück.

Ich fühle mich, als ob ich Flügel hätte,
Vom Wirbelsturm der Freude straff geschwellt,
Dem Sturm, der mich von allen Seiten trifft,
Mich vorwärts trägt, mir keine Fragen stellt.

Ich war so reich, ich war so unversehrt.
Das war die Mühe eines Lebens wert.
Emma Kann, April 1994
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Abbildung von John G. Stoessinger und Henry Kissinger Vollansicht

Vorlass des Politologen John G. Stoessinger im Deutschen Exilarchiv 1933 - 1945

Unter den Nachlässen und Archiven, die Professor John M. Spalek innerhalb des letzten Jahres dem Deutschen Exilarchiv 1933 - 1945 vermittelt hat, befindet sich auch der Vorlass des Politologen und UN-Beamten John G. Stoessinger.
Es handelt sich um einen nicht umfangreichen, aber inhaltsreichen Bestand, der wichtige Stationen im Leben Stoessingers und sein wissenschaftliches und publizistisches Werk dokumentiert.

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Professor Spalek im Magazin der Deustchen Nationalbibliothek Vollansicht

Nestor der Exilforschung 1933-1945 in den USA - zum 80. Geburtstag von Prof. Dr. John M. Spalek

Seit nahezu vierzig Jahren engagiert sich Prof. Dr. John M. Spalek führend in der Erforschung des deutschsprachigen Exils in den USA.
Nach Abschluss des Studiums der Germanistik an der Stanford University, Kalifornien, war John M. Spalek an der University of Southern California in Los Angeles und der State University of New York in Albany tätig. Bereits zu Beginn der 1970er Jahre begann er, Materialien deutschsprachiger Emigranten in den USA zu lokalisieren und zu beschreiben.

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London diary Vollansicht

Lili Cassel Wronker: A London Diary, 1939 - 1940 

Das Deutsche Exilarchiv 1933 - 1945 erhält Unterlagen von Lili Cassel Wronker.

Das Konvolut von Unterlagen, das dem Deutschen Exilarchiv 1933-1945 von Lili Cassel Wronker überlassen wurde, enthält vor allem interessante Dokumente aus der Exilzeit in England.
Die am 5.5.1924 in Berlin geborene Lili Cassel, die von 1936 bis 1938 die Waldschule Kaliski besuchte, emigrierte 1938 mit ihrer Schwester Evi ohne die Eltern nach England.
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Anja Lundholm Vollansicht

Chronistin ihres Jahrhunderts - Anja Lundholm zum 90. Geburtstag

Am 28. April 2008 hätte die im August 2007 in Frankfurt am Main verstorbene Schriftstellerin Anja Lundholm ihren 90. Geburtstag feiern können.
In ihren Büchern wurde die Schriftstellerin, die zur Zeit der NS-Herrschaft als Widerstandskämpferin und als "Halbjüdin" verfolgt worden war, zu einer "Zeugin des Schreckens und Chronistin der größten Katastrophe des 20. Jahrhunderts" (Spiegel online).

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Blätter der Ausbürgerungskartei Vollansicht

Reichsausbürgerungskartei

Lange Zeit galten sie als vermisst, nun sind die 14 Karteikästen der Ausbürgerungskartei wieder im Bestand der Deutschen Nationalbibliothek. Das Bundesarchiv in Berlin hatte diese Karteikästen, die vermutlich bereits 1945 durch die Sowjetische Militäradministration aus dem Bestand der Deutschen Bücherei entfernt worden waren, aus dem Aktenbestand des Ministeriums des Innern der DDR übernommen. Da der Eigentumsnachweis "Deutsche Bücherei" vorhanden war, konnten die 14 Karteikästen an die Deutsche Nationalbibliothek zurückgeführt werden. In den hauseigenen Werkstätten wurden sie wieder instand gesetzt und sind jetzt in der Sammlung Exilliteratur 1933 - 1945 am Standort Leipzig benutzbar.
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Image showing Hans Gustav Güterbock Vollansicht

Hans Gustav Güterbock

Das Deutsche Exilarchiv 1933-1945 erwirbt den umfangreichen Nachlass des Hethitologen Hans Gustav Güterbock (1908 - 2000).

Mit Unterstützung der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung konnte das Deutsche Exilarchiv 1933-1945 als Teil des Projektes mit John M. Spalek den Nachlass des bedeutenden Hethitologen Hans Gustav Güterbock in seine Sammlung aufnehmen.
Nach dem Studium der Assyriologie in Berlin, Leipzig und Marburg war der aus Berlin stammende Güterbock von 1933 bis 1935 Mitarbeiter am Vorderasiatischen Museum in Berlin und nahm bereits während dieser Zeit an Grabungsexpeditionen in Boghazköy / Anatolien unter der Leitung von Kurt Bittel teil.
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Geneviève Pitot, Der Mauritius-Schekel Vollansicht

Geneviève Pitot: Der Mauritius-Schekel

Selbst in der Exilforschung ist es wenig bekannt, dass auch der Inselstaat Mauritius im Indischen Ozean zum Exilort für vom NS-Regime verfolgte Juden aus Mitteleuropa wurde, die noch 1940 versucht hatten, über die Donau und das Schwarze Meer nach Palästina zu gelangen. Nachdem sie unter großen Gefahren den Hafen von Haifa erreicht hatten, wurden sie von der britischen Mandatsmacht daran gehindert, an Land zu gehen und auf zwei holländischen Schiffen weiter nach Mauritius verbracht.

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